Radverkehr im Gespräch: Herr Keune

 

Auf Einladung des ADFC Hagen diskutierte der technische Beigeordnete der Stadt Hagen mit Interessierten zahlreiche Fragen / Probleme zum Thema Radverkehr in Hagen.

 

Screenshot des Treffens bei Jitsi

Am 18.5. fand der erste offizielle online-Termin des ADFC-Hagen statt. Herr Keune, der technische Beigeordnete der Stadt Hagen und damit „der“ Verwaltungsvertreter zum Thema Verkehr, und ca. 20 interessierte Bürger*innen diskutierten Probleme und zukünftige Entwicklungen des Radverkehrs in Hagen. Bei diesem ersten Treffen gab es kein spezielles Oberthema.

Herr Keune berichtete, dass in Hagen dem Radverkehr in der Verkehrsplanung historisch wenig Beachtung geschenkt wurde, so dass er erst Mal wenig Chancen sieht, dass sich die schlechte Bewertung der Stadt beim ADFC-Klimatest in nächster Zukunft ändern wird.

Die zentralen Ziele sind für ihn zum einen Hauptwegeverbindungen in der Stadt für den Radverkehr zu schaffen und parallel die gröbsten Gefahrenpunkte zu beseitigen. Bis 2027 sei auch die Anbindung an die Internationale Gartenbauausstellung am Hengsteysee ein Ziel. Er bedauert, dass häufig das Verständnis fehle, dass einzelne Radwegverbindungen nicht ausreichen sondern in Hagen ein durchgehendes Netz für den Radverkehr benötigt wird. Beim ADFC herrscht hier natürlich kein Verständnisproblem und auch das Publikum war durchgehend interessiert, die Radverkehrssituation in Hagen zu verbessern. Dabei ging es um eine breite Palette von Themen.

Eine in den achtziger Jahren nach Hagen gezogene Bürgerin bedauerte, dass sich seitdem nichts an der Radfahrsituation verbessert hätte. Insbesondere für Kinder sei Radfahren in der Stadt und nicht zuletzt auch zur Schule kaum möglich.

Die Frage kam auf, inwiefern Erfahrung berücksichtigt wird, die andere Städte mit der Radverkehrsplanung gemacht haben und ob hier nach Vorbildern gesucht wird.

Ein Zuhörer fand es schade, dass ein attraktiver, freizeittauglicher Radweg mit Verweilmöglichkeiten ähnlich der Nordbahntrasse in Wuppertal in Hagen fehlt.

Es wurde angemerkt, dass beispielsweise die Sperrung der Marktbrücke zu weniger Verkehrschaos geführt habe als erwartet, was darauf hindeutet, dass der Autoverkehr doch flexibler ist als oft angenommen und eine Umverteilung der vorhandenen Flächen weniger problematisch als gelegentlich befürchtet.

Andererseits wurde die Befürchtung geäußert, dass bei der geplanten Digitalisierung der Ampelschaltungen Rad- und Fußverkehr vergessen werden könnten.

Zuletzt kam noch der Vorschlag auf, im Geodatenportal der Stadt Hagen doch auch einen Radverkehrsstadtplan zur Verfügung zu stellen.

Wir freuen uns über das breite Interesse am Radverkehr und möchten die Gesprächsreihe gerne fortsetzen. Wir freuen uns sehr, dass auch zahlreiche Nicht-ADFC-Mitglieder am Treffen teilgenommen haben. Wer weiterhin über unsere Aktivitäten informiert werden möchte, kann sich gerne unter adfc-hagen [at] web.de melden. Zukünftige Veranstaltungen werden aber auch auf unserer Webseite unter https://hagen.adfc.de/touren-termine veröffentlicht werden.

 


https://hagen.adfc.de/neuigkeit/radverkehr-in-hagen-im-gespraech-mit-herrn-keune

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