Hagens erste Fahrradampel

Hagen hat seine erste Fahrradampel bekommen, nur für Radfahrende!

Aus anderen Städten kennt man es schon seit langem. Fahrradampeln für den Radverkehr, getrennt von Fuß- und Autoverkehr geschaltet. Jetzt hat auch Hagen ein erstes Exemplar, aber lustigerweise an einer Stelle, wo man die meiste Zeit gar nicht Radfahren darf, nämlich am Ende der Fußgängerzone Mittelstraße. Hier ist wochentags das Radeln erst ab 19:00 Uhr gestattet. Wenn man Grün bekommen will, muss man an dem etwas zurück stehenden Pfosten die Anforderungstaste drücken. Radfahrende nennen so etwas gerne „Bettelampel“

Schön wäre es, wenn man bei Grün dann geradeaus in die Frankfurter Straße in Richtung Eilpe fahren könnte, aber das Gebotsschild erlaubt nur das Rechtsabbiegen auf den Bergischen Ring und dort befindet man sich dann im dichten Kfz-Verkehr, denn es gibt im weiteren Verlauf weder Radweg noch eine Radspur. Überhaupt macht die neue Ampel nur Sinn, wenn die ehemalige Bus-Trasse in der Mittelstraße zum Radfahren freigegeben würde. In der unteren Elberfelder Straße ist die Trasse schon seit Jahren freigegeben und das mit Erfolg.

Auf dem Märkischen Ring zwischen Potthofstraße und Mittelstraße ist auch eine auffällig rote Radspur neu entstanden. Diese ist allerdings nur 90 Meter lang und endet bereits ohne Aufleitung auf den Ring an der Ampel Mittelstraße. Wenn man aus Richtung Volmestraße kommt, kann man bereits auf dem neuen gemeinsamen Rad- und Fußweg über die Marktbrücke fahren und so bekommt die neue Spur immerhin eine Verdoppelung auf 180 Metern.

Insgesamt bedarf es noch einiger Anstrengung, bis in diesem Bereich aus den Stückwerken ein vernünftiges Radverkehrsnetz entsteht. Der ADFC hofft, dass es nun auch zügig weitergeht, so dass aus den einzelnen Schnipseln, wie die Freigabe der Busspur Körnerstraße oder dem kurzen roten Teppich auf dem Märkischen Ring, ein brauchbares Radverkehrsnetz für alle Radfahrenden entsteht.


https://hagen.adfc.de/neuigkeit/hagens-erste-fahrradampel

Bleiben Sie in Kontakt